Wie die Pizza entstand
Es kursieren verschiedene Gerüchte dazu, wie genau die Pizza entstanden sei und wo letztendlich ihre Wurzeln liegen. Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten um ihre Geschichte. Klar ist jedoch, dass die Italiener – aber auch die Griechen den entschiedenen Beitrag zum Entstehen der Pizza wie wir sie heute kennen leisteten.
Allgemein geht man davon aus, dass die Ur-Pizza ihre Geburt in einem Gebiet um das heutige Neapel, welches man “Campagna-Region” nennt erlebte. Hier war der Vorläufer der Pizza bekannt als eine einfache Speise unter Bauern. Überliefert wurde diese Speise von den “Etruskern” genannten Ureinwohnern Neapels. Sie griffen darauf zurück, Teig in der Nähe eines Feuers aufzubacken und ihn anschließend mit allem zu belegen, was das einfache Bauernleben hergab. Heute kennt man diese Speise und Vorgängerversion der Pizza auch unter der Bezeichnung “Focaccia”.
Ein paar Jahrhunderte später (über genaue Jahreszahlen streitet man sich heute) sorgten Griechen für die Weiterentwicklung dieser Ur-Pizza. Sie begannen damit den Teig schon vor dem Backen mit Zutaten zu belegen und backten diese mit. Von dieser Erfindung begeistert sorgten dann schließlich wieder die Römer für eine weitere Verbreitung dieser Pizza. Durch ihre Eroberungszüge wanderte das Wissen um die Pizza durch ganz Italien und schließlich auch durch weite Teile Europas. So kam es auch dass mit der Zeit zahlreiche verschiedene Versionen der Pizza in Umlauf gerieten.
Zwar wurde die nun existierende Pizza häufig mit Fleisch oder Gemüse belegt sowie mit Käse überbacken, doch fehlte eine wichtige Zutat gänzlich – die Tomaten. Dies kam schlichtweg daher, dass es vor dem sechzehnten Jahrhundert keine Tomaten in Europa gab. Erst um 1520 kam mit der Entdeckung Amerikas kam aus Süd-Amerika die Tomate nach Europa und vor allem nach Italien. Viele sahen in der Tomate zunächst eine “giftige Frucht”. Ihre Hauptverwendung fand sie zu dieser Zeit als Zierfrucht. Einige ärmere Menschen in der Region rund um Nepal entdeckten aber, dass man die Tomate sehr wohl essbar war und ergänzten damit ihre Pizza. Diese Teig-Tomatenspezialität würde schnell zum lokalen Highlight und so verbreitete sich diese Idee.
Im Jahre 1830 kam es zur Eröffnung des ersten Restaurants, welches sich nur auf die Zubereitung von Pizza spezialisierte. Es erhielt den Namen Pizzeria und befand sich natürlich in Neapel. Im Jahre 1889 wurde das erste Mal eine Pizza liefern gelassen. König Umberto I und seine Gattin Königin Margherita wollten unbedingt diese lokale Spezialität kennen lernen und bestellten eine exklusive Pizza beim berühmten Pizzabecker il Pizzaiolo in Neapel. Besonders an dieser Pizza war auch, dass sie sich in ihren Farben nach der rot-weiß-grünen Nationalflagge richtete und mit Tomaten, Mozzarella und Basilikumblättern belegt wurde. Heute nennt sich diese Kreation “Pizza Margherita” und zählt sie mit zu den beliebtesten Pizzen überhaupt.
Italienische Immigranten brachten in dieser Zeit die Pizza auch mit nach Amerika. Hier entwickelten sich ganz eigene Arten von Pizza – unter anderem auch deswegen, weil gewisse Zutaten einfach fehlten. Eine dieser Arten war die 1943 erfundene “Pan-Pizza” (auch “Chicago-Style” genannt). Hierbei wird die klassische italienische Pizza in einer Pfanne zubereitet. Um das Jahr 1948 herum gab es dann in den USA passend zum sich verbreitenden Fast-Food die ersten Fertigpizza-Teige. In den späten 50ern und in den 60ern gesellte sich die Pizza schließlich zu den beliebtesten Nahrungsmitteln in Amerika.
Mit der Zeit wurde die Pizza zusammen mit den Nudeln zum Vorreiter der italienischen Küche, welche sich ohnehin wachsender Beleibtheit erfreute und noch heute erfreut. Weltweit steht die Pizza heutzutage an der Spitze der Beliebtheitsskala unter allen Nahrungsmitteln. Es gibt sie in den verschiedensten Formen und Abwandlungen und es gibt kaum jemanden, der sie nicht gerne isst.